ETF-Guru

Erleuchtendes vom ETF-Guru – KW 43

Die ETF-Woche: Konsolidierung in der ETF-Branche, gefragter China-ETF und zahlreiche Neuemissionen.

Übernahmen in der ETF-Branche

Der ETF-Markt wächst weiterhin mit grossen Schritten. Da will auch Goldman Sachs zukünftig nicht darauf verzichten. Der Nachrichtendienst Reuters meldete, dass die US-Investmentbank vor der Übernahme des ETF-Anbieters IndexIQ steht. Das Unternehmen verwaltet in seinen Produkten bislang 1,2 Milliarden Dollar. Der Fokus liegt auf alternativen Anlagestrategien, so hat IndexIQ den ersten Hedge Fonds-ETF in den USA lanciert, den IQ Hedge Multi-Strategy Tracker ETF, der bereits 870 Millionen Dollar verwaltet.

Ebenfalls ins ETF-Geschäft einsteigen will Janus Capital Group. Das Unternehmen will den Anbieter VelocityShares übernehmen. Die Transaktion soll noch im letzten Quartal 2014 realisiert werden. Eine anfängliche Abschlagszahlung von 30 Millionen US-Dollar sei vereinbart worden. Das Unternehmen kann so künftig aktiv verwaltete und passive Anlagestrategien aus einer Hand anbieten. Janus Capital war kürzlich in den Schlagzeilen, da der Anleihen-Guru Bill Gross von Pimco dorthin wechselte. Die beiden Übernahmen unterstreichen eine gewisse Konsolidierung in der ETF-Branche.

Geldschwemme

Die Deutsche Asset & Wealth Management steht vor einem Luxusproblem. Innerhalb von nur fünf Tagen sammelte der x-trackers Harvest CSI 300 China A-Aktien-ETF im vergangenen Monat 130 Millionen Dollar ein. Dadurch kletterte das Fondsvermögen um 33 Prozent auf 515 Millionen Dollar. Das führte zu Problemen beim Kauf der chinesischen Aktien.

Der Fonds erreichte nahezu das von der chinesischen Regierung vorgegebene Kauf-Limit für A-Aktien. Die Fondsmanager konnten die Volumen stemmen, in dem sie sich unter anderem Quoten von einem anderen Fonds liehen. So wurde verhindert, dass sie den ein Jahr alten ETF für neue Anlagegelder schliessen müssen.

Gefragter Bond-Markt

Zwischen Mitte September und Mitte Oktober haben sich Anleger im grossen Stil aus amerikanischen Mid-Cap-ETF verabschiedet. Mehr als 3,4 Milliarden Dollar flossen aus den Produkten, wie eine Statistik von ETF.com zeigt.

Investiert wurde dafür kräftig in den amerikanischen Bond Markt, sowie in ETF auf grosskapitalisierte Unternehmen.

Neues auf dem Parkett

Deutsche Bank und UBS haben ihr ETF-Angebot an der Schweizer Börse um zahlreiche Produkte erweitert. Bei der UBS handelt es sich um weitere Produkte auf Märkte wie MSCI EMU, MSCI Japan oder MSCI USA. Diese Märkte werden bereits abgedeckt, tragen nun aber das Aktienklassenmerkmal A-UKdis.

Bei der UBS heisst es dazu: Bei Produkten die jene Bezeichnung aufweisen, beabsichtigt die Gesellschaft einen Betrag auszuschütten, der 100 Prozent des zu berichtenden Ertrags im Sinne der Vorschriften für britische «Reporting Funds» entspricht (sofern die Aktienklassen den Vorschriften für Reporting Funds unterliegen). Dividenden können häufiger als halbjährlich ausgeschüttet werden. Die Gesellschaft beabsichtigt nicht, die Steuerberichterstattung für diese Aktienklassen in anderen Ländern vorzubereiten. Grund dafür ist, dass diese Aktienklassen für Anleger bestimmt sind, die für ihre Anlage in Grossbritannien steuerpflichtig sind.

Bei den Neuemissionen der Deutsche Bank findet sich ein ETF auf den S&P 500 Equal Weight. Wie der Name schon sagt, handelt es sich dabei um eine Gleichgewichtung aller Titel im Index. Details zu diesen alternativen Gewichtungsarten, den sogenannten Smart Beta-ETF, beleuchtet der 10×10-Beitrag: Der Umgang mit wilden Märkten

Eine spannende Innovation gibt es aus dem Hause State Street. Der ETF-Anbieter hat einen ETF auf Wandelanleihen lanciert. Mit dem SPDR Thomson Reuters Global Convertible Bond UCITS ETF können Anleger erstmals von der Wertentwicklung des globalen Marktes für Wandelanleihen partizipieren. Der Index beinhaltet Wandelanleihen sowohl mit als auch ohne Investment Grade, die einen festen oder variablen Zinssatz haben.

Nicht vergessen

Heute Nachmittag erscheint das neue 10×10. Im Fokus stehen US-Indizes, der Ausblick von Swisscanto-Anlagechef Peter Bänziger, steuerliche Fallstricke, Short-ETF und vieles mehr.


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