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Alex Hinder  CEO bei Hinder Asset Management

Industrieländer mit Top-Performance

Periodentabellen bieten den Vorteil sich auf die Anlageklassen zu fokussieren. So werden «Anlagetöpfe» verglichen und nicht Einzeltitel. Ein guter Weg um die Übersicht nicht zu verlieren. Im vergangenen Jahr belegten die Industriestaaten Spitzenplätze, während Rohstoffanlagen den Schluss der Rangliste zierten.

Jeweils zum Jahresende wird ein Blick zurück auf die Entwicklung der unterschiedlichen Anlageklassen geworfen, um Performance-Hitparaden mit «Tops» und «Flops» zu publizieren.  2013 belegten besonders die Aktienanlagen aus den Industrieländern die Spitzenplätze, während Rohstoffanlagen wie etwa Gold den Schluss der Rangliste zierten. Ein anschauliches Hilfsmittel zur Darstellung der jährlichen Renditen sowie der relativen Performance der verschiedenen Anlageklassen sind Periodentabellen.

Hinder Asset Management berechnet und publiziert regelmässig solche Zusammenstellungen mit 6, 12 oder 18 verschiedenen Anlageklassen auf Franken-Basis. Zu den Kategorien zählen unter anderem Obligationen, Aktien,  Rohstoffe, Geldmarkt und Immobilien. Im vergangenen Jahr erzielten US-Aktien die beste Performance mit einer Rendite von 28,6 Prozent, gefolgt von Aktien Japan und Schweiz mit  jeweils rund 24 Prozent. Am unteren Ende der Fahnenstange finden sich Schwellenländertitel mit einer negativen Performance von 7,3 Prozent und Emerging Market Bonds mit minus 8,4 Prozent. Nur Gold resultierte mit Verlusten von knapp 30 Prozent noch schlechter.

Ein grosser Vorteil solcher Periodentabellen ist die Fokussierung auf Anlageklassen beziehungsweise die Asset Allocation. Man vergleicht somit einzelne «Anlagetöpfe» wie beispielsweise «Aktien Schweiz» oder «Aktien Europa» und nicht mehr Einzeltitel. Allein der Weltaktienindex enthält  über 1500 Einzeltitel. Selbst für die grössten institutionellen Investoren ist es bei diesem riesigen Universum fast nicht mehr möglich, die Übersicht zu behalten. Wie viel einfacher hat es  hier der ETF-Anleger. Für nur wenige Basispunkte kann er ein fertiges und breit diversifiziertes Portfolio kaufen.

Zudem werden laufend schwächere Unternehmen eliminiert und mit vielversprechenden Newcomern ersetzt. Mit börsenkotierten Indexfonds lassen sich fast alle Anlageklassen einfach, transparent und kostengünstig abbilden, ohne dass sich der Investor um die Titelselektion kümmern muss. Gleichzeitig ist der Anleger mit einem ETF immer zu 100 Prozent investiert –  ein grosser Vorteil in den gegenwärtigen Bullen-Aktienmärkten. Die Anzahl der Produkte in jedem Anlagesegment ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen. Selbst für Spezialisten  ist es angesichts der Vielfalt manchmal schwierig, nicht die Übersicht zu verlieren. Der Investor muss deshalb sehr überlegt vorgehen, damit er am Schluss ein auf seine spezifische  Situation optimal zusammengesetztes Portfolio erhält.

Während die ETF-Auswahl für den Schweizer Aktienmarkt relativ schmal ist, reicht für den europäischen und den amerikanischen Aktienmarkt die Palette von Sektoren über Länder bis hin zu Themen und Anlagestilen. Auf zunehmendes Interesse stossen auch Produkte, die auf sogenannten «smarten»  Indexierungsmethoden basieren. Dabei kommen unterschiedliche Konzepte zum Einsatz. So werden beispielsweise alle Titel gleich gewichtet oder nach fundamentalen Kriterien ausgewählt. Auch die Minimierung der Volatilität kann bei der Titelselektion im Vordergrund stehen. Seit Mitte Januar gibt es nun auch endlich einen ETF auf Schweizer  Unternehmensanleihen. Während in allen anderen Währungen bereits eine breite Palette von Obligationen-ETF existierte, gab es für Schweizer Obligationen bisher nur ETF für  Eidgenossen und Pfandbriefe. Damit wird für Schweizer Anleger eine grosse Lücke geschlossen.


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