Die viertgrösste Gold-ETF-Nation

Der Goldpreis hat in diesem Jahr neue Rekordmarken geknackt. Davon profitieren auch die verschiedenen Vehikel, die mit physischem Gold hinterlegt sind.

Im Zuge der Covid-19-Krise und ihrer möglichen Folgen, beispielsweise steigende Inflation, haben sich Anleger rings um den Erdball mit Gold-ETF eingedeckt. Das zeigen die neuesten Zahlen der Lobby-Organisation World Gold Council. In den letzten zwölf Monaten sind die Bestände aller Exchange Traded Funds und Exchange Traded Commodities, die mit physischem Gold hinterlegt sind, um 1018 Tonnen gestiegen. Das entspricht einem Jahreswachstum von knapp 40 Prozent.

Die globalen Bestände haben per Ende Juli 2020 ein neues Allzeithoch von 3’785 Tonnen erreicht. Damit liegt in diesen Vehikeln mehr Gold als in den Tresoren der Zentralbanken von Deutschland, Italien oder Frankreich – und sogar mehr Gold als die Nationalbanken Chinas, Japans und der Schweiz gemeinsam besitzen.

Für das Wachstum war vor allem Nordamerika verantwortlich. Die in den USA notierten Goldfonds zogen im zweiten Quartal mehr als 75 Prozent der weltweiten Volumenzuflüsse an. Auch Schweizer Gold-ETF, primär diejenigen von der UBS und ZKB, konnten vom Goldboom profitieren. Inzwischen verwalten die in der Schweiz zugelassenen Goldfonds über 22 Milliarden Dollar. Die Eidgenossenschaft ist so gesehen die viertgrösste Gold-ETF-Nation.

Dieser Artikel ist in der September Ausgabe unseres PDF-Magazins erschienen.


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